FESTE UND GOTTESDIENSTE IM LEBENSLAUF
Die Kirche begleitet die Menschen durch den Lebenslauf: von der Geburt bis zum Abschiednehmen am Grab.
Die evangelische Kirche sieht es als ihren Auftrag, Menschen bei schönen Erlebnissen - wie der Taufe, der Einschulung, der Trauung, bei Jubiläen - einen Ort des bewussten Dankes und der persönlichen Segnung zu geben. Ebenso, wie sie auch in den dunklen Stunden des Sterbens die Menschen nicht alleine lässt, sondern mit ihnen die Abschiedsfeier gestaltet, den Trauernden Gottes Trost zuspricht und die Verstorbenen in Gottes liebevolle Hände übergibt.
Neben den vielen unterschiedlichen Begegnungen, in persönlichen Gesprächen, bei Besuchen am Krankenbett, bei einer Sterbebegleitung, durch ein zugewandtes Telefonat, begleitet die Kirche bei den oben genannten Anlässen ganz bewusst durch Gottesdienste. Diese stellen die Menschen in die Beziehung zu Gott, der das Leben geschenkt hat und mit den Menschen das Leben gestalten möchte. Sie zeigen aber auch, dass der Mensch ein Wesen ist, das in Gemeinschaft mit anderen Menschen lebt: der Gemeinde. So ist der Einzelne in seiner Freude und seinem Leid nicht allein, sondern getragen von seinen Mitmenschen und Gott.
Bei Kasualien werden Menschen für wichtige Schritte in ihrem Leben gesegnet.
Der Begriff Kasualien kommt von dem lateinischen Wort casus, was so viel heißt wie „Fälle“. Als Kasualien bezeichnet die Evangelische Kirche in Deutschland Gottesdienste, die anlässlich wichtiger Stationen im Leben von Menschen gefeiert werden: Taufe, Konfirmation, Trauung und Beerdigung. Die Taufe ist ein Sakrament. Aber auch bei den anderen Anlässen steht der Segen Gottes für die Menschen im Mittelpunkt. Segen bedeutet: Gott begleitet Menschen in ihrem Leben. Er sagt immer wieder „Ja“ zu ihnen. An wichtigen Punkten im Leben wird dieses „Ja“ Gottes in besonderer Weise im Rahmen eines Gottesdienstes erbeten. Taufen, Konfirmationen, Trauungen und Beerdigungen zählen zu den kirchlichen Amtshandlungen.
Während zahlreicher Kriege in der Geschichte segneten Pfarrer Waffen. Davon distanziert sich die evangelische Kirche heute. Sie lehnt es ab, Gegenstände zu segnen, schon gar nicht todbringende. Der Segen gilt in der evangelischen Kirche nur Lebewesen, Menschen. Wird ein Gemeindezentrum „eingeweiht“, dann wird die Gemeinde gesegnet, die das Haus besucht. Bei der Einweihung einer Feuerwache werden die Feuerwehrleute gesegnet, die in der Wache arbeiten, nie aber das Gebäude selbst.
GESEGNET DURCHS LEBEN GEHEN: GOTTESDIENSTE IM LEBENSLAUF
Einschulung
Konfirmation
Und doch treffen die jungen Menschen an diesem Tag ihre persönliche Entscheidung, wie sie zu Gott und dem christlichen Glauben stehen - und gehen gestärkt mit Gottes Segen auf ihrem Lebensweg weiter.
Bestattung
Es gilt, mit dem Schmerz und der je eigenen Art zu trauern, leben zu lernen, sich den Fragen zu stellen, die der Tod aufwirft - und zugleich muss so Vieles geregelt werden: die Todesanzeige, die Beerdigung...
Im Bereich Bestattung möchten wir Ihnen eine Hilfestellung anbieten für die Fragen und Aufgaben, die in einem Todesfall zu bewältigen sind.